Tag eins der papierlosen Revolution

Papierlos in die Zukunft: Heute habe ich mein Ohne-Papier-studieren-Experiment gestartet – mit einer Mikroökonomik-Vorlesung. Das lief, wie erwartet, sehr reibungslos. Die Folien gibt es online als pdf und auf ihnen steht schon der größte Teil der Information. Ich muss also nur ab und an ein paar Stichworte oder kurze Anmerkungen einfügen – das ist mit den pdfs weder auf dem MacBook noch auf dem iPad ein Problem. Also habe ich gleich mal das iPad verwendet, locker durch die Präsentation gescrollt und konnte bequem hier und da etwas dazu schreiben. Selbst eine Gerade  einzuzeichnen ist im Grunde kein Problem.

Aber natürlich braucht es dafür – zumindest auf dem iPad erstmal eine App, die das kann. Ich habe mir dafür mal GoodReader angeschafft. Überhaupt braucht es Vorbereitungen für das papierlose Arbeiten. Mit dem Reader, der bei OS X dabei ist, kann man mit dem Mac ohne weiteres in pdf-Dokumente hinein schreiben und Kommentare anfügen. Ähnlich wie mit dem GoodReader. Den kann man übrigens auch mit Dropboxsynchronisieren – dort habe ich meine Uni-Dokumente jetzt gespeichert. (Wer’s nicht kennt: Dropbox ist eine Online-Festplatte, auf die man von überall aus zugreifen kann.) So habe ich sie  immer auf beiden Geräten in der aktuellen, von mir bearbeiteten Version.

Beschriftete VWL-Folie in der iPad-App GoodReader

Beschriftete VWL-Folie in der iPad-App GoodReader. Text (orange) und Linie (rot) sind von mir.

Außerdem teste ich die App Penultimate – der VWLer muss ja auch mal was skizzieren. Bisher sind meine Graphen zwar noch etwas zitterig. Aber ich trainiere natürlich fleißig.

Graphen zeichnen mit Penultimate. Könnte ordentlicher sein – aber taugt.

Zugegeben: Manchmal halte ich mich für bekloppt. Schließlich starte ich erst umständlich Apps, wähle die richtige Strichstärke aus oder muss erst eine Textbox erstellen. Für Dinge, die mein Sitznachbar mal schnell auf den Block kritzelt. Und dann noch genug Zeit hat, mich für meinen Digital-Mist zu belächeln. Zitat: „Warum tust du dir das denn eigentlich an?“ Aber: Dafür kann er seine Notizen nicht copy-and-pasten. Und wir wissen alle, wie wichtig das heutzutage an der Uni ist.

Für die Mikro-Vorlesung war ich perfekt ausgestattet. Ein bisschen Übung noch und ich bin hier definitiv besser beraten als Papier-Arbeiter. Bei Mathe aber zum Beispiel bin ich schon deutlich skeptischer. Der Plan ist: Mit „Graph“ (Bei OS X dabei) die Formeln und den ganzen Kram mitzuschreiben. Wie das so klappt – und was der Dozent von dem Typen hält, der tippt statt kritzelt, lest ihr morgen.

Wie seht ihr das? Was macht ihr ohne Papier, wo schreibt ihr lieber mit der Hand? Habt ihr vielleicht Tipps, wie man Mathe nur mit Bildschirm übersteht? 

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Medien, Papierlos

3 Antworten zu “Tag eins der papierlosen Revolution

  1. Christian Hofmann

    Ich kann für Mathevorlesungen LaTeX empfehlen. Wir machen das so seit dem 1. Semester, dass wir die Vorlesungen in LaTeX mittippen. Das hat alles, was man braucht: Normalen Text, Formeln, sogar die Möglichkeit, mit wenigen Anweisungen komplexe Graphen darzustellen. Für andere Bilder wird dann Inkscape missbraucht…

    • Hi Christian,
      danke für deinen Tipp. Habe mir das Programm mal angesehen und muss ehrlich gestehen: so ganz durchschaue ich es noch nicht. Aber ich werde mich mal damit versuchen und ausprobieren, ob es die Sache einfach er macht.

  2. Pingback: Rechnen am Rechner | provinzdepp

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